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Die Ursprünge von Montefiascone und des Weins
Est! Est!! Est!!! |
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Der Agrarturismus Casone befindet sich 500 m
über dem Meeresspiegel, auf einer Höhe, wo das Klima gemäßigt ist
und die Sommermonate durch eine frische Brise gekühlt werden. Er
liegt zu Füßen der Stadt von Montefiascone, die sich auf einer
Höhe von 639 Metern am Rand eines Kraters befindet: Das Gut ist
herrlich gelegen und bietet einen unvergleichlichen Ausblick. Von
Montefiascone aus bietet sich dem Besucher ein interessantes
Schauspiel. Das Cimini-Gebirge, die große bis zum Meer reichende
etruskische Ebene, die Berge Monte della Tolfa und Monte Allumiere,
die Hügel des Canino und Monte Argentario, die phantastische
Gebirgsmasse des Monte Amiata, Monte Cetone, die Spitze von
Radicofani, Monte Fiora und die Hügel in Richtung Siena bilden die
Krone, um Montefiascone herum. Die Füße der Stadt werden vom
wundervollen und blauen See von Bolsena mit den zwei Inseln
Martana und Bisentina, benetzt. Erstere ist berühmt, da hier die
Königin der Goten, Amalasunta gefangen gehalten und getötet wurde.
Die zweite Insel dagegen ist berühmt aufgrund der Werke des
Sangallo und des Vignola und der Gräber der Familie Farnese.
Die Stadt von Montefiascone, deren Ursprung etruskisch und
anschließend römisch ist, wurde von der Via Cassia umschlossen und
eine vollständig gepflasterte Abzweigung derselben führte zur
Hügelspitze hinauf (noch heute sichtbar und gut erhalten). Hier
oben begann die heutige “Umbro Casentinese”, die Staatsstraße
N°71, die nach Orvieto führte, um von dort aus weiter nach Chiusi
und Cortona zu führen. Hier oben begann auch die Via Verentana,
heute die Landstraße, die bis in die Toskana, nach Pitigliano und
Sovana führt. Eine andere wichtige Verbindungsstraße war die Via
Clodia, die über eine Abzweigung von Tuscania bis nach
Montefiascone führte.
Erste Dokumente, die die Entstehung von Montefiascone zitieren,
stammen aus dem Jahr 853 n.Chr. Montefiascone befindet sich im
Zentrum von wichtigen Verbindungswegen, und wichtige historische
Persönlichkeiten, wie Papst Pius VII., Gräfin Mathilde oder König
Heinrich V. und Kaiser Barbarossa haben sich hier aufgehalten. In
dieser Epoche hat sich Papst Innozenz III. im Jahr 1207 für
längere Zeit in Montefiascone niedergelassen, gefolgt von den
Päpsten Urban IV. Martini IV. Julius III und Klemens VII., und die
wunderbare Burg „Rocca dei Papi“ erbauen lassen. Im XIII.
Jahrhundert kam Heinrich der V., Kaiser des Heiligen Römischen
Reiches, mit dreitausend bewaffneten Männern und einer zahlreichen
Gefolgschaft von Verwaltern und Juristen nach Italien. Es wird
erzählt, dass sich unter den Gefolgsleuten ein gewisser Johannes
Defuc befand, ein Herr aus dem feudalen deutschen Reich, ein
großer Weintrinker, der von der exzellenten Qualität des Weines
dieser Stadt so beeindruckt war, dass er die verschiedenen
Weinkeller und Gasthäuser besuchte und anders als in Montepulciano,
wo er auf die Tür des Weinkellers Est! Est!! schrieb (d.h. “es ist
hier”), auf die Tür von Montefiascone drei Mal Est! Est!! Est!!!
schrieb, aufgrund der hervorragenden Qualität. Defuc beschloss
sich hier nieder zu lassen und starb im XIII. Jh. aufgrund seiner
Trinksucht. Sein Grabstein wird noch heute in der Basilika von San
Flaviano angezeigt.
Dies ist die Geschichte, die zur Entstehung des berühmten Weins
Est! Est!! Est!!! von Montefiascone geführt hat, der in Italien
und weltweit bekannt ist und Montefiascone aufgrund seiner
hochwertigen Ausführungen, wie „Il Vescovo”, “Il poggio dei Gelsi”
und “Montiano” eine Spitzenstellung in der Herstellung von
Qualitätswein in Mittelitalien verleiht.
Jedes Jahr findet in Montefiascone vom 1. bis zum 15. August die
Weinmesse „Fiera del vino“ statt. Zu diesem Anlass gibt es Musik,
Darbietungen, historische Umzüge mit Fahnenschwingern in
originalen mittelalterlichen Kostümen und mit Weinproben an den
zahlreichen Ständen der bekannten Weinkeller von Montefiascone und
Umgebung wird Defucs Tod gedacht. |
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| Il vino è il miele della
vite, rinforza i muscoli e la mente,
il palato inebriato vi sentite
da quel naturale ed eccellente.
In tini di rovere, pestato e ribbollite
esce in modo energico e possente
e se preso in dose giusta e misurata
rende splendida e tranquilla la giornata. |
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Die Küche |
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Im Agrarturismus Casone wird seit jeher
traditioneller Anbau betrieben (mit den Methoden unserer
Großväter), in einer noch unberührten und primitiven Umgebung, die
reich an Pflanzen, Farben, Düften, Vögeln und wilden Tieren
(Stachelschweine, Dachse, Füchse, Schildkröten, Igel…) ist. Wir
möchten Ihnen hier 2 Bauernrezepte vorstellen, die Kalorienarm
sind und noch in den 60er Jahren weit verbreitet waren, vor allem
im Sommer, während der Erntezeit, um die sommerliche Hitze
erträglicher zu machen und in Erinnerung an die Anstrengung, die
durch die schwere Handarbeit auf eine harte Probe gestellt wurde. |
| Quel silenzio rotto dal
cinguettio degli uccelli, quegli intensi profumi della
primavera in fiore,
quei piatti splendidi di pomodori, fave e piselli,
quel pane fresco e sfornato di primo albore,
mi risvegliano i sogni dell'infanzia cosi belli.
Oggi si dice che la vita sia più bella e più migliore,
ma stento a trovare il pecorino, la scotta e la ricotta
però non rinuncio all'originale piatto di panzanella
e acquacotta. |
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Einige typische Rezepte |
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L'Acquacotta (Gemüsebrotsuppe)
Zutaten: Wasser, wilde Endivie, wilde Minze, einige Zehen
Knoblauch, ein pochiertes Ei pro Person, Bauernbrot, einige
Kartoffeln, kaltgepresstes Olivenöl, Salz, Peperoni (nach
Geschmack)
In einem Topf (nach Möglichkeit aus Terracotta) Wasser
zusammen mit der Minze, der wilden Endivie, dem Knoblauch und den
Kartoffeln kochen. Wenn diese Zutaten fast gar sind, die Eier aus
der Schale nehmen und hinzufügen, salzen. Nachdem die Eier gekocht
sind, diese Suppe in Tellern servieren, die bereits mit dem
Bauernbrot ausgelegt wurden, das je nach Geschmack in mehr oder
weniger dicke Scheiben geschnitten wurde.
Das Brot ca. 10 Minuten ziehen lassen und dann servieren.
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La Panzanella (Brotsalat)
Zutaten: In Scheiben geschnittenes Bauernbrot, einige frische
Tomaten, ein paar Blätter Basilikum, eine halbe Zwiebel etwa,
kaltgepresstes Olivenöl, Essig, Salz
Das Brot in Scheiben schneiden und in eine mit
Wasser gefüllte Tonschüssel legen. Nach einigen Minuten, wenn das
Brot völlig durchtränkt ist, aus dem Wasser herausnehmen,
ausdrücken und in einer anderen Schüssel zerkleinern. Tomaten,
Zwiebel, Basilikum, Olivenöl, Salz und Essig nach Bedarf
hinzufügen.
Alles gut durchmischen und servieren. |
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